Dem Zufall auf der Spur – Oder: Ein Experiment im Rollenspiel

Inspiriert durch die Blaupausen des System-Matters Verlag kam ich auf die Idee, ein paar Zeilen zum Thema Zufallstabellen im Rollenspiel, bzw. besser, zu meinen Erfahrungen damit, zu schreiben.

Im letzten Jahr habe ich – im Rahmen eines von mir geleiteten Abenteuers – ein Experiment durchgeführt, in dem ich Zufallstabellen nutzte. Diese fand ich teilweise im Internet, oder erstellte sie mir passend selber.

Das Ganze kam bei meinen Mitspielern ganz gut an, so dass ich wohl in Zukunft auch noch einmal auf eben solche Listen zurückgreifen werde.

Im Speziellen ging es in diesem (DSA) Abenteuer um ein Haus, in dem die Spielercharaktere Zuflucht vor einer Horde Dämonen suchte, und dabei auf eine seltsame Begebenheit stieß:

Das Haus war durch eine Steinmauer eingefriedet und in dieser Steinmauer waren auch Erzbrocken eines magischen Metalls (Mindorium) enthalten. Da dieses Metall dafür bekannt ist, gerne beseelt zu werden, habe ich mich pauschal entschieden, dass die Gegenstände im Haus auch teilweise beseelt waren, da sie so quasi innerhalb des Wirkungsbereiches liegen. Ausgelöst wurde dieses übrigens unbeabsichtigt durch den Widersacher der Helden, einen Dämonenpaktierer, den ich als Langzeitgegner auszubauen gedenke.

Jedes Mal, wenn die Charaktere einen neuen Raum betraten, würfelte ich also auf die Anzahl der beseelten Gegenstände, und anschließend auf die Art der Beseeltheit. Die Gegenstände waren allesamt harmlos, außer, dass sie nervig werden konnten, und auch ein Verstecken nicht gut möglich wurde, wenn die Gabel in der Hand laut anfing zu zetern.

Herausforderung war hierbei, „on the fly“ eine Liste zu führen, in welchem Raum wie viele Gegenstände mit welcher Stimmung kommunikativ aktiv waren.

Da reichte die Liste vom euphorischen Kleinkind, über den „Grumpy old“ man bis hin zur verführerischen Diva.

Insgesamt durfte ich so in dem Abenteuer etwa zwei Dutzend verschiedene Stimmungen, Stimmen und Charaktere verkörpern, ohne dass es diese als NSC wirklich gegeben hätte.

Meine Spieler und ich fanden es lustig, wobei ich es auch Zeitweise als sehr anstrengend empfand, mehrere verschiedene Charaktere ad hoc zu verkörpern, aber wer mich kennt, weiß, dass ich durchaus auch für solchen „Blödsinn“ zu haben bin in einer regulären Runde, oder auch im One-Shot.

Bei zufälliger Gleichheit der Würfelergebnisse bin ich dann dazu übergegangen, noch einmal neu zu würfeln; wir wollten ja etwas Abwechslung haben in der Geschichte.

Grundsätzlich kann ich eine solche Vorgehensweise mit Zufallstabellen „mal“ empfehlen, als Dauerzustand wäre das aber nichts für mich. Da fehlt mir persönlich dann die Kontinuität. Aber das ist durchaus Geschmackssache und mag jeder anders handhaben. Braucht Ihr aber mal einen Aufhänger für ein Abenteuer zwischendurch, oder ein paar Begegnungen auf der Straße spricht in meinen Augen nichts dagegen und vieles dafür, ein solches Prozedere zu nutzen.

Aktuell überlege ich noch, unser Abenteuer als Szenario auszuarbeiten und dann hier auf dem Blog mal einzustellen, dass muss ich mir mal genauer überlegen. Wenn Interesse besteht, werde ich das gerne machen.

So, dass war es dann für heute, dieses Mal nur kurz aber immerhin ein Lebenszeichen^^

Ein Gedanke zu “Dem Zufall auf der Spur – Oder: Ein Experiment im Rollenspiel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s