Freitag für irgendwas, oder: Wenn man mal aufräumt beim Geocaching…

Am 1. November war es wieder einmal so weit, unser zweimal im Jahr stattfindendes Aufräumen auf Zeche Carl in Essen-Altenessen ging mal wieder in die Herbst-Ausgabe.

Bereits seit mehreren Jahren halten wir anfangs ein- später zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) ein sogenanntes Cito auf Zeche Carl ab.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von Event beim Geocaching.

Wo normalerweise die Suche nach versteckten Schätzen (oft in Form von Plastikdosen) im Vordergrund steht, hat Groundspeak, der größte Betreiber einer Geocachingseite (www.geocaching.com) vor einigen Jahren beschlossen, dass man als Geocacher auch mal etwas für die Natur tun könnte, und daher das CITO ins Leben gerufen.

CITO steht für „Cache In – Trash Out“, also, den Müll aus einem Gebiet herausholen, und dafür kann man dann später im entsprechenden Gebiet neue Geocaches verstecken.

Seit nunmehr sechs Jahren machen wir nun regelmäßig (Groundspeak gibt hier einen Zeitraum vor, in dem für Geocacher das CITO besonders „lohnend“ ist) auf Zeche Carl unser Cito, seit vier Jahren auch in Frühjahr und Herbst-Ausgabe.

Auch dieses Jahr haben wir zum Herbst-Aufräumen gerufen, und wieder kamen einige bekannte und unbekannte Geocacher, um uns beim Aufräumen zu unterstützen.

Wir trafen uns also gegen 15:00 Uhr an der alten Waschkaue, und haben von da aus eine kurze Lagebesprechung abgehalten. Dies war vor allem für die neuen Mitcacher, die das Gelände noch nicht kannten , damit sie eine ungefähre Vorstellung haben, wo wir überall aufräumen wollten.

img_20191101_150608Der Sammelplatz vor der alten Waschlaue, Zeche Carl, Essen-Altenessen

Dieses Jahr war uns der Wettergott nicht ganz so holt, wie die letzten Male, und es regnete leicht vor sich hin. Das hielt uns aber nicht auf, wieder zu Mülltüte, Handschuhe und Müllgreifer zu greifen, und das Gebiet der Zeche Carl von etwas Müll zu befreien.

Immer wenn ein Müllsack voll (oder zu voll zum Weitertransport) wurde, ging es zurück zum Sammelplatz, wo sich nach und nach einiges an Müll einfand.

Unsere seit Jahren stattfindenden Aktionen zeigten langsam auch Wirkung, denn die Gesamtberge an Müll werden kleiner, wenn wir auch immer noch reichlich aus den Gebüschen ziehen.

img_20191101_161641291Nach der erste dreiviertel Stunde lagen bereits einige

Skurile Dinge, wie halbe Kücheneinrichtungen, Fahrräder oder vom Pfand-Label befreite PET-Flaschen haben wir so bereits gesammelt, genauso wie Ausweispapiere oder andere, mit Sicherheit gestohlene, Dinge, die wir je nach Wichtigkeit der Polizei übergeben haben.

Eines ist aber immer gleich: das Verwundern der Beteiligten darüber, was die Leute so wegwerfen, und vor allem warum.

Professionelle Bauunternehmen entsorgen anscheinend genauso ihren Müll auf Zeche Carl, wie auch private Leute. Auch finden sich immer größere Mengen an Müll im Bereich, der an eine Kleingartensiedlung anschließt. Hier scheinen die Kleingärtner auch gerne einfach mal den Müll „über den Zaun“ zu entsorgen.

Auch dieses Jahr kamen bei uns wieder einige Dinge zusammen, unter anderem auch viele Bügel aus einem Bekleidungsgeschäft inklusive der Sicherheitsverschlüsse, die gegen Diebstahl angebracht werden.

Leider gibt es auf Carl auch einige Bereiche, in denen regelmäßig Spritzen und Alkoholflaschen zu finden sind, immer in den gleichen Ecken.

Da bei unseren Aufräumaktionen auch Kinder beteiligt sind, werden diese Ecke nur von den Erwachsenen besucht, und mit größter Vorsicht gesäubert, denn man weiß ja nie, was da so herumliegt…

Der Berg an Müll war wieder ansehlich, und nach 17:00 Uhr ging es dann für alle Beteiligten noch ins angrenzende Cafe „Malakow“ in der Zeche, wo uns die Betreiber der Zeche ein Freigetränk spendierten. Da an diesem Tag auch noch Feiertag hatten, haben wir es uns nicht nehmen lassen, einen Kuchen mitzubringen, der allgemeinen Anklang fand.

img_20191101_163738073Ergebnis unseres CITO Herbst 2019

Auf diesem Wege möchten wir uns auch noch einmal bei allen Beteiligten für ihre Mithilfe, sowie bei Zeche Carl und dem Cafe „Malakow“ für die anschließende Versorgung mit Getränken bedanken.

Ohne Euch wäre das Cito so nicht möglich gewesen!

Es ist übrigens Zufall, dass diese Aktion an einem Freitag stattfand, und hat insofern nichts mit irgendwelchen Aktionen „Fridays for…“ zu tun.

Das ich in diesem Fall davon berichte ist auch eher dem Fakt geschuldet, dass ich letztens eine Diskussion zu diesem Thema hatte.

Darin ging es um die Tatsache, dass ein Bekannter die Meinung vertrat, dass nur, wenn Aktionen für die Umwelt auch massiv an die große Glocke gehängt werden, diese auch sinnvoll sind.

Wir hingegen haben es bisher stets so gehalten, dass wir einfach gemacht haben, und uns dann über unsere Erfolge freuten.

Wie seht Ihr, liebe Leser, dies?

Uns würde da Eure Meinung interessieren..

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Blogartikel 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s