Was lange währt, geht schnell vorbei, oder: Mein privater Messerückblick – Teil 3

Wie ich bereits auf verschiedenen Kanälen schrieb, möchte ich noch einen kleinen Privaten Rückblick auf die Spielemesse 2019 bringen.

Weiter geht es nun mit dem dritten Tag

Samstag, 26.10.2019

Großkampftag

Heute ging es für uns dann wieder durch den Eingang Ost, da wir hier bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Auch heute sollten wir nicht enttäuscht werden, wenn es auch heute voller war, als die Tage zuvor.

Heute war dann zur Abwechslung unser Großer Nachwuchsspieler mit, der aber auch, wie gestern seine Brüder, zuerst mit seinem Onkel auf der Messe unterwegs war.

So konnten wir in Ruhe die freie Zeit nutzen, um uns noch einmal ein wenig umzusehen, und noch einige Punkte auf unserer Liste abzuhaken.

Colossal Games hatte zwar Imagineers vor Ort, aber wir hatten keine Möglichkeit, uns dieses Spiel erklären zu lassen, also verblieb es erst einmal auf unserer „Merken für nächstes Mal“-Liste.

Nächster Anlaufpunkt war dann Mebo-Games, wo ich noch das Spiel „Carossel“ auf der Liste hatte.

Hier hatten wir Glück, denn ein Tisch zum erklären lassen wurde gerade frei, und so konnten wir dieses Spiel dann auch gleich antesten.

Hier war der Autor selber der Erklärer, was wir aber erst später erfuhren

Wir schlüpfen hierbei in die Rolle von Erben eines alten Karussels, und versuchen, die Gunst der Fahrgäste zu erlangen, denn wer die meisten Fahrgäste anzieht, darf am Ende das Karussel erben.

Vor jedem Spieler liegt dabei eine Auslage von drei Karten, die eine „Wunsch“-Belegung darstellt. Diese Belegung gilt es dann für die Spieler mit Hilfe von Platzierungskarten und Tierplättchen(den Tieren des Karussels) abzubilden, wobei die Reihenfolge egal ist.

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Liegen zum Beispiel zwei Löwen und ein Delphin aus, so ist es unerheblich, Ob die Zwei köwen vor, nach und flankierend zum Delphin angeordnet sind. Nach der Setzrunde gibt es eine Wertungsrunde, in der gepüft wird, ob die Muster erreicht wurden. Anschließend wird das Karussel weitergedreht, so dass die gerade gelegten plättchen beim nächsten Spieler in der Zone liegen.

Da jeder Spieler seine eigene Farbe nutzt, und die Plättchen nicht zwangsläufig in der „eigenen“ Zone gewertet werden, muss ein wenig umgedacht werden, denn „man kann nur Punkten, wenn die anderen auch Punkten“.

Dieses Spiel und seine erfrischend andere Herangehensweise hat uns dann auch überzeugt, so dass wir dieses Spiel direkt am Stand erwarben, und uns auch gleich ein Autogramm des Autors mitgeben ließen.

Zwischenzeitlich war unser Großer von verschiedenen Aktionen (einschließlich Kinderschach) wieder zurückgekehrt und es ging mit ihm im Schlepptau weiter durch die Hallen.

 

Monster, Wikinger und Tiere…

Irgendwann stießen wir dann bei Amigo auf einen Leeren Tisch und einen freien Erklärer (besser Erklärerin 😉 ) die uns dann „Carnival of Monsters“ erklären konnte.

Bei diesem Spiel sind wir Anwärter einer Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe macht, Monster in verschiedenen Gegenden einzufangen, und dies dann in einer Art Zoo oder Ausstellung zu präsentieren.

Karten werden durch ein Drafting-System erworben, indem jeder Spieler 8 Karten bekommt, von denen er eine auswählen darf, die dann auch gleich ausgespielt wird. Ersatzweise kann die Karte gegen eine Gebühr in den Vorrat wandern, zum Beispiel, wenn sie aus verschiedenen Gründen nicht sofort ausgespielt werden kann oder soll.

Wer das Spiel Magic:The Gathering kennt, findet sich sehr schnell bei diesem Spiel abgeholt: Die verschiedenen Landschaften, in denen die Monster lauern, müssen auch ausgespielt werden. Hat man genug Punkte in einer Landschaft, kann das Monster darin gejagt und gefangen werden. Doch Vorsicht, manche Monster sind gefährlich, und benötigen eine besondere Vorkehrung in Form von Transportkisten, um nicht später eine große Gebühr entrichten zu müssen.

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Durch eine Gewissen Affinität zu Magic hat mich das Spiel eigentlich sofort in seinen Bann geschlagen, und wurde unserer Spielesammlung einverleibt.

An einem anderen Stand in einer anderen Halle ging es dann noch einmal darum, auch ein mögliches Spiel für unsere Kinder zu testen und auch, damit Junior ein wenig zum Spielen kommt.

Hier stießen wir auf 3D-Games, mit dem Spiel „Schatz Ra“, einem relativ einfachen Lauf-/Rennspiel. Hier verkörpern die Spieler die Rollen von Archäologen, die zum Schatz an der Spitze der Pyramide stürmen, und dabei versuchen müssen, der Mumie des Pharaos auszuweichen.

Die Figuren werden durch Würfelwürfe voranbewegt. Im Endeffekt war es ein spaßiges Leiterspiel in 3D-Optik.

Gegen Ende des Messetages ging es dann zu Haba, DEM Anbieter von Kinderspielen für den Altersbereich unserer Kinder. Unser Großer hatte hier auch bereits mit seinem Onkel den Wunderkessel (siehe Tag 2) bespielt, so dass wir uns einmal dem Kinderspiel des Jahres widmen wollten.

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Im „Tal der Wikinger“ geht es darum, dass die Nordmannen ein lustiges Fest feiern, und fröhlich eine Art Bierfasskegeln veranstalten. Dieses Kegeln erfolgt mit Hilfe einer Felskugel (hier aus Kunststoff), die mit Hilfe eines Paddels von einem der vier Punkte aus in die Dorfmitte gerollt wird, und dort die unterschiedlich angeordnete, farbige Fässer umkegelt. Je nachdem, welche Farbe fällt, wir die Figur des passenden Wikingers eins vorgesetzt. Am Ende der Laufstrecke droht das Ende des Steges, über den die Wikinger torkeln. Fällt einer ins Wasser, wird gewertet. Je nachdem, was das Plättchen am Standort seines Wikingers zeigt, erhält der Spieler seine Belohnung. Sind die Goldmünzen weg, ist das Spiel beendet.

Insgesamt ist das Spiel zwar nett, aber in unseren Augen eher durchschnittlich, da hätten wir den „Wunderkessel“ eher als Kinderspiel des Jahres angesehen.

Zum Ausklang gab es noch – auch bei Haba und für unseren Großen – eine Runde „Tiere stapeln“. Ein kurzweiliges Spiel, bei dem der Spieler anhand von einem Würfelwurf versuchen muss, die vor ihm liegenden Tiere aufeinander zu stapeln. Je nachdem, was der Würfel zeigt, versucht der Spieler, ein oder zwei seiner Tiere aufzustapeln, muss aussetzen, oder drückt einem Mitspieler das Tier in die Hand.

img_20191026_185324540-1Work in Progress…

Mit Abschluss des Spiels haben wir dann auch den Abschluss des Messetages erreicht.

¾ der Messe waren damit vorbei und wir freuen uns auf den letzten Tag, dann wieder ohne Kinder.

Fortsetzung folgt…

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