Was lange währt, geht schnell vorbei, oder: Mein privater Messerückblick – Teil 2

Wie ich bereits auf verschiedenen Kanälen schrieb, möchte ich noch einen kleinen Privaten Rückblick auf die Spielemesse 2019 bringen.

Weiter geht es mit dem zweiten Tag

Freitag, 25.10.2019

Heute mal ein anderer Eingang

Durch die Erlebnisse vom Vortag haben wir dann beschlossen, heute den Eingang Ost zu wählen, was sich dann als recht entspannter Zugang entpuppte.

Nachher hörten wir aber auch durch andere Messebesucher (In diesem Falle über Twitter durch die Macher des Ausgespielt-Podcastes), dass auch heute wieder am Eingang West angeblich wegen Überfüllung der Eingang gesperrt worden sei.

Das konnten wir so zum Glück umgehen.

Im Vorfeld war uns auch klar, dass heute nur eingeschränktes Spielen möglich war, denn heute waren die beiden Kleinen dabei. Zum Glück (für uns) nahm mein Schwager die beiden mit und beschäftigte sie die ersten zwei, drei Stunden, so dass wir die Möglichkeit hatten, ein wenig durch die Hallen zu schauen, bevor die beiden wieder zurück zu uns kamen.

Auch hier ging es dann ein wenig durch die Gegend, und als die beiden dann zu uns zurück kamen, hatten wir bereits wieder ein wenig was gesehen.

Mit den Beiden an der Hand konnten wir uns dann einen Platz bei Lucky Duck Games ergattern, und uns „Paranormal Detectives“ erklären lassen.

In diesem Spiel sind wir Detektive, die mit einem Geist in Kontakt treten, und ermitteln sollen, wer den Armen, warum, mit welcher Tatwaffe, aus welchen Motiven getötet hat.

Das Ganze ist aber nicht kooperativ, sondern jeder ermittelt in der Tat für sich selber. Der Geist hat verschiedene Möglichkeiten (Pantomime, Malen mit fremder Hand, Lautloses Sprechen eines Wortes, ein Hexenbrett…) sich dem einzelnen Spieler mitzuteilen.

Jeder Spieler hat dazu einen Satz Handkarten (5 Karten iirc), die er zusammen mit einer Frage (nach dem Wo, Warum, wer, wie, etc.) ausspielt. Danach hat der Spieler die Möglichkeit, einen Tip abzugeben, was die Antworten auf die Fragen betrifft. Gibt der Spieler zweimal einen falschen Tip ab, so darf er nicht mehr mitraten, aber durchaus noch weiter Fragen stellen in seiner Runde.img_20191025_121508749-1

Spiele dieser Art erklärt zu bekommen wenn kleine Kinder dabei sind ist schon so eine Sache, aber im Endeffekt konnte der Fall erfolgreich gelöst werden. Ein schönes Spiel in einer Mischung aus Cluedo, Mysterium und Black Stories, allerdings zum Zeitpunkt der Messe nur in englisch erhältlich, und daher haben wir beschlossen, auf nächstes Jahr und die deutsche Übersetzung zu hoffen und zu warten.

Weiter ging es durch die Hallen, und dort gab es dann ein Spiel, für dass sich unsere Zwerge begeistern konnten.

Fang den Löwen“ ist ein einfaches Schlag-Spiel, bei dem die Plättchen in einer bestimmten Richtung, die auf dem Plättchen aufgedruckt ist, gezogen werden können. Ziel ist es, den Löwen zu schlagen. Sozusagen Schach-Light.

Das Spiel gab es in Groß mit Kissen als Plättchen, und unsere Kinder fanden es ganz witzig, wenn sie auch eigene Regeln verwendeten.

Ebenfalls in der Halle 4 war auch ein Stand, von dessen Existenz ich kurz vor der Messe aus einer Facebookgruppe erfahren habe.

Ein Spieleautor hatte ein Spiel entwickelt, und wollte es auf der Messe einmal dem breiten Publikum vorstellen, auch, um ein Feedback zu erhalten, und sich noch ein paar Tipps, Ratschläge und Meinungen zu möglichen Veränderungen und Verbesserungen einzuholen.

The Fog“ von XolloX-Games versetzt die Spieler auf eine Insel, dessen Einwohner von einem unheimlichen Nebel bedroht werden.

Die Einwohner wollen nun so schnell es geht vor dem herannahenden Nebel zu ihren Booten fliehen. Jeder Bewohner der Insel hat eigene Fähigkeiten, die eine Fortbewegung ermöglichen (Überspringen von Hindernissen, Zwischen zwei Hindernissen durchquetschen, Weitere Inselbewohner vor sich herschieben). Die Plätchen der Inselbewohner werden zufällig auf dem Spielplan verteilt, und dann abwechselnd von den Spielern ausgewählt.

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Damit die Spieler auch alle gleichmäßig an den Zug kommen, wird nach Verteilen der Plättchen (diese werden nach Auswahl mit einem farbigen Chip markiert) wird nach einem bestimmten System gezogen. Jeweils eine Spielerfarbe hat in einer Runde einen Doppelzug, und nach dem Doppelzug rückt auch der Nebel einen Schritt vor.

Das Spiel lag als Prototyp vor und machte Spaß, wohl auch durch sein recht taktisches Spielsystem und durch die – wie ich fand – recht gerechte Spielzugverteilung.

Hier bin ich mal gespannt, ob und wenn, wie das Spiel nachher umgesetzt wird.

Probleme aus der Welt schaffen, und eine letzte Spielrunde

Am Vortag waren wir bei Pegasus, und haben dort einen größeren Einkauf getätigt. Zuhause ist uns aufgefallen, dass bei der Berechnung irgendetwas schief gelaufen ist. Wir haben zu viel gezahlt.

Daher gingen wir beim Stand von Pegasus Spiele noch einmal vorbei und konnten auch die Junge Dame vom Vortag noch einmal ansprechen. Wir „klagten“ unser Leid, und sie konnte sich auch noch grob an uns erinnern. Allerdings war verständlicherweise das Wissen über die Rechnung unseres Einkaufes nicht mehr vorhanden, aber wir konnten gut nachvollziehen, wie sich der Fehler wohl ergeben hat. Wir konnten dann auch mit der jungen Frau schnell einig werden, auch wenn wir das zuviel gezahlte Geld natürlich nicht zurück erhalten haben, so konnten wir doch noch etwas finden, was wir gerne mitnehmen würden, und haben darauf einen Rabatt erhalten. Die ganze Zeit über war sie sehr zuvorkommend und freundlich, was auch auf so einer Messe nicht immer der fall istm wie wir in der Vergangheit schon erfahren mussten.

Hier auch noch einmal ein großes Dankeschön an die Kulanz und die freundliche Bedienung und Abhandlung unsere „Beschwerde“

Am Ende des Tages landeten wir noch einmal bei HABA, und dort bei dem sehr schön aufgemachten Stand für das Spiel „Wunderkessel“, ein Spiel, bei dem man eine Runden im Hexenkessel zurücklegen muss, um einen Hexentrank zu brauen.

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Die Spielfiguren wurden auf mit Farbe und Symbolen markierten Feldern am Rande des Kessels platziert, und die Spieler durften dann jede Runde eines der verdeckt ausliegenden Plättchen aufdecken, und mit dem Symbol und Farbe des Feldes, auf dem die Spielfigur steht, verglichen. Je nach Übereinstimmungsgrad (Farbe, Symbol, beides) darf die Figur ein bis drei Felder weiterziehen. Wer dann den Löffel überspringt, hat den Trank für diese Runde gebraut.

Nach Abschluss der Runde wird die Kombination von Farbe und Symbol durch einen Dreh am Rad geändert.

In der Demo Version wurde über eine Runde gespielt, im Normalfall spielt man selbstverständlich über mehrere Runden.

Dieses Spiel konnte unsere Kinder alle begeistern (Den Großen am Samstag ebenso, wie die beiden Kleinen am Freitag), so dass wir auch dieses Spiel erwarben. Unserer Meinung nach eher ein Kinderspiel des Jahres, als der Sieger dieser Auszeichnung.

Dieses Spiel war für uns zugleich der Abschluss des zweiten Tages der Messe.

Eine Erfahrung, die wir definitiv gemacht haben war: Beim nächsten Mal ganz genau überlegen, ob die Kinder nächstes Jahr mitkommen, denn wenn es langweilig wird (und das wird es für die Kinder irgendwann) wird es sehr anstrengend für uns Eltern…

Für morgen haben wir dann auch den Vergleich, wie es ist, ein größeres Kind mitzunehmen, aber davon im nächsten Teil mehr…

To be continued…

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